Sexlexikon

Kastration

Vom lat. Verb castratus = entnommen, entkräftet. Bei der Kastration werden die Hoden entfernt oder zerstört. Dies kann mittels eines chirurgischen Eingriffs, mittels Pharmaka = chemische Kastration oder mittels ionisierender Strahlung erfolgen.
Beim Mann bestehen die Folgen einer Kastration vor der Pubertät im Ausbleiben des Stimmbruchs (Kastratenchöre), in einem veränderten Wachstum und einem Ausbleiben der männlichen Behaarung. Außerdem werden sexuelles Verlangen und Zeugungsfähigkeit nicht ausgebildet. Bei einer Kastration im Erwachsenenalter wird vor allem die Libido geschwächt sowie die Zeugungsfähigkeit ausgeschlossen. Bei Frauen spricht man stattdessen von Sterilisation.
In Deutschland ist eine Kastration nur auf freiwilliger Basis möglich. Die freiwillige Kastration ist im "Gesetz über die freiwillige Kastration und andere Behandlungsmethoden" von 1969 geregelt. Bei Prostatakrebs wird häufig eine Kastration als Teil der Therapie vorgenommen.


zurück




Blog  |  Webmaster