Sexlexikon

Pränataldiagnostik

Die Pränataldiagnostik dient der Früherkennung von Entwicklungsstörungen und genetischen Schäden des ungeborenen Kindes sowie der Entdeckung einer Reihe von Schwangerschaftskomplikationen. Die wichtigsten nicht-invasiven, d.h. nicht in den K&oouml;rper eingreifende Methoden in den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln (bis zum 7. Monat) sind die Ultraschalluntersuchung sowie die Suche nach bestimmten Serummarkern im mütterlichen Blut, wie z.B. der Triple-Test mit Alpha-Fetoprotein, unkonjugiertem Östriol und humanem Choriogonadotropin.
Zu den invasiven Verfahren in diesem Zeitraum gehören die Fruchtwasserdiagnostik mit der Amniozentese, d.h. der Punktion der Fruchtblase zur Gewinnung von Fruchtwasser, sowie die Chorionbiopsie, d.h. die Probeentnahme aus den Chorionzotten der Plazenta. Ein seltener angewandtes Verfahren ist die transabdominelle, d.h. durch die Bauchdecke der Mutter geführte, Punktion der Nabelschnur.
In den letzten Schwangerschaftsmonaten bzw. während der Geburt findet die Kardiotokographie Anwendung. Dabei werden die m&uouml;tterliche Wehentätigkeit und die kindliche Herzfrequenz graphisch aufgezeichnet. Die Werte werden über einen auf der Bauchdecke der Mutter angebrachten Druckwandler und ein Mikrophon elektronisch aufgezeichnet, ähnlich der Aufzeichnung eines EKG. Die Amnioskopie, d.h. die Untersuchung des Fruchtwassers durch die intakten Eihäute hindurch mit einem Endoskop, wird ebenfalls eher gegen Ende der Schwangerschaft eingesetzt.


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